TanzendeKörperBewegungsMusik
Der Körper im Raum und seiner 3-Dimensionalität
Hohe, weite, Schritte, Sprünge, raumgreifend, auch übergreifend, vertikale Haltungen und Bewegungen in denen sich scheinbar die Überwindung der Gravitation zeigt... Klar steht das irdischen, bodennahen, Boden einbeziehenden Bewegungen gegenüber. Das Spiel mit der Schwerkraft, das flachfüßige Tanzen und bewusste Bewegungen hin zum und am Boden, - die Betonung des eigenen Körpergewichts und wie kurz vor dem Fall aufgefangenen Bewegungen in ihrer Kraft sind, bewusst zur Darstellung gebracht, eng verbunden mit Erdschwere, mit Erdboden, Materie. Ein solches, von „Erdung“ strotzendes Bild spricht, wie es auch kleine, also wenig Raum beanspruchende, oder asymmetrischer Bewegungen tun, von Natürlichkeit, oder Authentizität, von Sinnlichkeit, und steht im Kontrast zum Bild des "Fliegens", oder wirbelnder "Luftsprünge", sichtbar gewordene Schwerelosigkeit.
Die Urkraft von Rhythmus und das Rhythmusinstrument bewegter Körper....
Es ist sein Stampfen, das Klatschen und Schlagen, die hörbaren Schritte, das Vibrieren und Schütteln, was den Körper zum Rhythmusinstrument selbst, und damit zu einem Musikkörper macht, der Musik unterstreichen, ergänzen, erweitern, vielleicht sogar ersetzen kann. Den Bewegungsfluss unterbrechende, isolierte, und segmentierte Bewegungen lassen eine polyrhythmische Dimension entstehen, und auch erfahren. Sie entfernt sich weit von parallelen Körperbewegungen, und spricht so von der Endlichkeit aber auch Unendlichkeit.
Körperliche Einheit und Natürlichkeit
Expandierende Ganzkörperbewegungen schaffen das, was körperliche Einheit genannt werden kann.
Das eigene, manchmal chiffriert, kodifiziert oder auch limitierte Bewegungsrepertoire erfährt wieder einen Input, getragen vielleicht obendrein mittels Vorgaben einer Synchronizität und Symmetrie. Denn auch auf diese Weise sind die freien, ganz natürlichen Bewegungen ergänzt, und erweitern da verschmelzend.
Die künstlerischen Aspekte sind es, die dann in auch ganz "profanen" Bewegungen und Bewegungsabläufen, wie es Laufen, und Hüpfen sind, daraus erwachsen. Sie lassen jede Bewegung und jeden Ausdruck einzigartig und zutiefst ureigen aufscheinen. Es ist Harmonie, die hier sichtbar wird, und die sich aus der "spielerischen Gesamtheit" bildet und zeigt, wo sich Körper, Seele, Geist ausdrücken.
Ein ästhetischer Erlebnis-Raum wie dieser, schafft durch die eigene Erfahrung von Ästhetik im Menschen Fülle, die bis hin zu Faszination, und tiefer Zufriedenheit reicht.
Das Spiel mit den Gegensätzen Unendlichkeit - Endlichkeit, Schwerelosigkeit - Gewicht, Natürlichkeit - Widernatürlichkeit, Symmetrie - Assymetrie ist, womit der Mensch existenziell sein Leben lang zu tun hat.